mittelpunkt

Inmitten der Explosion, dessen Epiphänomen, die Expansion, nur die eitle Anschauung durch die elende Langeweile der Zeit füttert, sind es die Fußabdrücke einer Katze auf der Klaviertastatur die dem Prinzip des Zufalls eine grazile Kampfansage faucht. Der Nachhall deiner Schritte ist mehr als ein zeitverzögerter Schatten. Die klare Spur führt zu einem Röntgenbild aus Zeit, reproduziert auf den Schwingungen von gesprungenem Eisglas, auf dem wir unsere Asche zerstreuten, während uns Kindermelodien aus Muttermündern im auditorischen Cortex erscheinen. Es war still, um wieder still zu werden. Auf dem abgedämpften Resonanzboden der erlegten Harfe mieten wir Friedhofsfelder für die Figuren der Tänzer, dessen Flügel auf jeder Seite vertauscht sind.
   Zum Feierabend wird Boule gespielt: blankpolierte, glänzende Eisenkugeln, in denen sich unsere erschöpften Mienen wiedergeben. 200.000 Lichtjahre auf der anderen Seite, denkt sich das Denken zurück zu sich selbst, um sich durch die Differenz ins unerreichbar Unendliche auszubreiten, in der Kugel auf die Kugel, als Miniaturabbildung seiner selbst.
   Der Ton geworfen, gerollt, zerschmettert, gesplittert, zertrümmert und gegen die eigene Schwingung gekehrt nach dem ruhigen Ausflug ins Organische, durchspült die metallischen Blutbahnen im Mienenfeld von Bewegung und Gravitation.

   «Das Zuhören beginnt im Abklang, dem Abgesang, dort wo das Material sich längst verbraucht und das Instrument sich von Innen nach Außen wendet», sagst du. Ich schließe die Tür und renne nach Hause.